Rechtsfallen für Smartphone-User

Neue Apps bieten dem Nutzer etwa beim Reisen viel Komfort, aber auch den Kontrollverlust über die eigenen Daten. Andere Programme laden sich ganze Adressbücher herunter, was den User zum Rechtsbrecher macht

Würden Sie einem Fremden Ihren Namen, Ihr Geburtsdatum, Ihre Kreditkartendaten, Ihre Wohnadresse und und schließlich Ihre Emailadresse verraten? Würden Sie ihm erzählen, wo Sie arbeiten, wann Sie wohin auf Geschäftsreise fahren, in welchem Hotelzimmer Sie wohnen und was es gekostet hat? Würden Sie ihm mitteilen, welche Veranstaltungen Sie am Reiseziel besuchen und wie die Nummer Ihres Meilenkontos lautet? Würden Sie ihm anvertrauen, ob Sie verheiratet sind, wie Ihr Partner und Ihre Kinder heißen und wann diese geboren sind? Und würden Sie ihn auch noch wissen lassen, ob Sie alleine unterwegs sind oder mit Familie, ob die Wohnung verlassen ist und wie lange Sie wegbleiben werden?

Millionen Menschen weltweit machen genau das. Sie nutzen eines der immer beliebteren Reiseportale – vorzugsweise über Apps auf Smartphones. Diese Dienste helfen dabei, Reisedaten wie Flugnummern und –zeiten, Hotelreservierungen, Vielfliegernummern oder Daten zu Geschäftsveranstaltungen zu verwalten. Das ist äußerst praktisch. In einer optisch ansprechenden App hat der User alle diese Daten auf einen Griff bei der Hand. Aufgepeppt wird das Service mit Erinnerungsfunktionen und Routenplanern. Und um dem User auch noch die Arbeit des lästigen Eintippens dieser Daten abzunehmen, bieten einige Anbieter ein perfides Service an: Es wird ihm eine Email-Adresse genannt, an die er sämtliche Buchungsunterlagen und Reservierungsbestätigungen mailen kann. Dann wird auf den Servern des Anbieters eine ausgetüftelte Software aktiv, die aus den übermittelten Daten genau jene Informationen ausliest, die man in der Smartphone-App eingetragen haben will ...

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