Uno korrigiert Terrorliste

Neun Jahre lang konnte ein Schweizer Arzt nicht ins Ausland reisen, weil ein Namensvetter als Terrorist gesucht wird. Nun hat die Uno den Fehler behoben.

Am 24. Dezember 2001 machte die Uno dem Schweizer Arzt Mohammad Tufail ein Weihnachtsgeschenk. Kein schönes: Der Sicherheitsrat setzte «Mohammed Tufail, Tuffail, Sheik Mohammed» auf die Liste der gesuchten Al-Kaida-Terroristen. Der Mann soll Osama Bin Laden Informationen über chemische, biologische und atomare Waffen beschafft haben.

Und flugs sperrte die Schweizer Bundesanwaltschaft die Bankkonten des Aargauer Arztes Mohammad Tufail, der zwar pakistanische Wurzeln hat, aber seit dreissig Jahren in der Schweiz lebt, seit 17 Jahren eingebürgert ist und seit 14 Jahren nicht mehr in Pakistan war, geschweige denn in Afghanistan.

Schon bald war klar: Der Mann aus dem Aargau ist nicht der gesuchte Terrorist. Trotzdem blieb sein Name auf der Sanktionenliste, weil die Vereinten Nationen Tufails Namensvetter logischerweise weiterhin finden wollte ...

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