Fehlende Warnhinweise bei Fertigbeton: Hersteller hat Schadensersatz sowie Schmerzensgeld zu zahlen

Das OLG Bamberg hat entschieden, dass ein Hersteller von Fertigbeton die Behandlungskosten eines Kunden, der sich bei der Verarbeitung verätzt hatte, wegen fehlender Warnhinweise anteilig übernehmen muss.

Sachverhalt Der Kläger hatte im Jahr 2004 auf seinem Privatgrundstück Fertigbeton nur mit Jeans bekleidet verarbeitet. Teilweise versank er mit seinen Knien mehrere Zentimeter im Beton. Als er sich nach getaner Arbeit duschen wollte, bemerkte er an seinen Beinen großflächige Hautverfärbungen. Wie sich herausstellte handelte es sich dabei um alkalische Verätzungen 3. Grades, welche im Krankenhaus mit Hauttransplantationen stationär behandelt werden mussten.

Aus der Entscheidung des Gerichts (Urteil des OLG Bamberg vom 26.10.2009, Az. 4 U 250/08)

Der Hersteller eines Erzeugnisses hat nach dem Produkthaftungsgesetz nicht nur für Konstruktions- oder Fabrikationsfehler einzustehen, sondern auch für Schäden, welche durch einen mangelhaften Hinweis auf potentielle Gefahren entstehen. Diese Warnpflicht besteht nicht nur für den ordnungs- und bestimmungsgemäßen Gebrauch des Produkts, sondern auch für naheliegenden Fehlgebrauch ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK