Fahrkostenerstattung für Gymnasiasten

Die nordrhein-westfälischen Bestimmungen zur Fahrkostenerstattung für Schüler sind nach einer Entscheidung des Verwaltungsgerichts Gelsenkirchen so auszulegen, dass für Gymnasiasten in der 10. Klasse die gleichen Voraussetzungen gelten wie für Schüler der Sekundarstufe I. Anderenfalls werde gegen den allgemeinen Gleichbehandlungsgrundsatz verstoßen und würden G8-Gymnasiasten unzulässig benachteiligt.

Durch die Reform der gymnasialen Oberstufe im Rahmen des “G8″-Prozesses beginnt die Oberstufe (Sekundarstufe II) an Gymnasien – anders als an Gesamtschulen – bereits mit der Klasse 10. Nach der Schülerfahrkostenverordnung erhalten Oberstufenschüler erst dann eine Fahrkostenerstattung, wenn ihr Schulweg länger als 5 km ist. In der Sekundarstufe I beträgt die notwendige Mindestlänge lediglich 3,5 km.

In dem hier nun vom Verwaltungsgericht Gelsenkirchen entschiedenen Fall besucht der Sohn der Kläger die 10. Klasse eines Gymnasiums und wohnt ca. 4,5 km von seiner Schule entfernt. Die beklagte Stadt lehnte eine Fahrkostenerstattung ab, da er der Sekundarstufe II angehöre und der Schulweg zu kurz sei ...

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