dena: Energiewende kostet, aber es lohnt sich

dena-Chef Kohler: Atomausstieg ist bis 2020/2025 machbar. Konsequenzen und Kosten sind große Herausforderung. Akzeptanz der Bevölkerung nur mit ehrlicher Diskussion erreichbar. Die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) befürwortet den Atomausstieg und hält ihn in einem Zeitraum bis 2020/2025 für machbar. Dies gibt ausreichend Zeit, um den Einstieg in eine umfassende Energiewende sozialverträglich zu gestalten und den Industriestandort Deutschland zu sichern. Für den notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien, der Stromnetze und moderner fossiler Kraftwerke rechnet die dena nach eigenen Schätzungen mit einer Erhöhung des Strompreises um 4 bis 5 Cent pro Kilowattstunde (Cent/kWh). Das würde die Stromkosten zum Beispiel für private Haushalte um rund 20 Prozent steigern. Diese Kraftanstrengung sei für den Klimaschutz und den Atomausstieg gerechtfertigt und werde sich langfristig auszahlen. Kosten der Energiewende Die dena rechnet bei einem Atomausstieg bis 2020/2025 und einer forcierten Wende hin zu einer klimaschonenden, verlässlichen und risikoarmen Energieversorgung mit folgenden Kosten: Erneuerbare Energien: Die Kosten für die Steigerung des Anteils der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung von derzeit 17 auf 38 Prozent im Jahr 2020 werden mit rund 2 Cent/kWh berechnet. Es wird unterstellt, dass 2020 rund 110.000 MW installierte Erneuerbare-Energien-Kapazitäten in Deutschland stehen: 47.000 MW Windenergie, davon 14.000 Offshore; 50.000 MW Photovoltaik. Netze: Der Um- und Ausbau der Verbund- und Verteilnetze ist mit zusätzlichen Kosten von rund 1 Cent/kWh verbunden. Darin sind auch die Kosten für die optimierte Steuerung des Netzes (Smart Meter, Smart Grids) enthalten. Auf der Höchstspannungsebene ist nach dena-Netzstudie ein Ausbau in der Größenordnung von 4.500 Kilometern erforderlich, auf der Mittel- und Niederspannungsebene nach Berechnungen des BDEW von 200.000 bis 400.000 Kilometern ...Zum vollständigen Artikel


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