Der Stuttgarter General sagt aus

Am vergangenen Donnerstag sagte der Stuttgarter Generlstaatsanwalt Klaus Pflieger im „Buback-Verfahren“ gegen Verena Becker aus. Pflieger war in den 80er Jahren Oberstaatsanwalt beim Generalbundesanwalt und mit RAF-Ermittlungen befasst. Wie schon erwähnt, konnte ich GIMF-bedingt am 14. März nicht selbst in Stuttgart sein. Die folgende Beschreibung des Verhandlungstags basiert auf einer Mitschrift meines SWR-Kollegen Stefan Giese.

Klaus Pflieger berichtete, im Februar 2007 habe ihn überraschen Peter-Jürgen Boock angerufen. Es sei zu der Zeit gewesen, als öffentlich über die Haftentlassung von Brigitte Mohnhaupt und Christian Klar diskutiert wurde. Boock rief Pflieger an, obwohl dieser nicht mehr bei der Bundesanwaltschaft war, sondern als Generalstaatsanwalt am OLG Stuttgart eigentlich ganz andere Aufgaben hatte. Aber Boock kannte Pflieger von früheren Vernehmungen persönlich. Im Telefonat sagte Boock, er könne verstehen, dass Michael Buback den Todesschützen seines Vaters erfahren wolle. Pflieger solle doch einen Kontakt zu Buback herstellen, da er (Boock) bereit sei, den Namen des Täters zu nennen. Pflieger habe erwiderte, dass er nicht zuständig sei und habe später den GBA telefonisch und per E-Mail über das Gespräch informiert.

Eine Woche nach diesem ersten Telefonat habe Pflieger von sich aus den Kontakt zu Boock wieder aufgenommen, weil eine „Medienfrau, die einen Film machen wollte“ über ihn den Kontakt zu Boock herstellen wollte. In diesem zweiten Gespräch habe Boock gesagt, er habe schon früher Angehörigen von RAF-Opfern angeboten, die Täter zu benennen ...

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