Wie sich Irfan P. in Berlin benahm

Manchmal muss man sich entscheiden: Heute zum Beispiel wollte ich in Stuttgart die Aussage von Generalstaatsanwalt Klaus Pflieger im “Buback-Prozess” gegen Verena Becker hören. Doch bedingt durch den Verlauf des GIMF-Verfahrens bin ich in München geblieben, um mir den Fortgang des “V-Mann-Problems” anzuhören. Es wird um Irfan P. gehen – den ich schon in Berlin hätt erleben können. Wenn man denn an zwei Orten gleichzeitig hätte sein können. Deshalb schalten wir in diesem Blog nun nach Berlin und fragen einen, der dabei war:

Mein Kollege Wolf Schmidt (nicht verwandt und nicht verschwägert) von der taz hat Irfan P. im Verfahren gegen Alican T. erlebt. Wolf habe ich gestern Abend folgende Fragen gestellt:

Wie hast du die Aussage von Irfan P. im Berliner Verfahren erlebt? Sein Auftritt im Kriminalgericht Moabit war hochinteressant. Irfan P. erschien dort Ende März begleitet von mehreren BKA-Beamten, um als Zeuge auszusagen. P. hatte Anfang 2010 einen Monat lang kurz vor dessen Festnahme bei dem wegen Terrorunterstützung angeklagten Berliner Alican T. gewohnt – und wie jetzt bekannt wurde, dem Bundesamt für Verfassungsschutz in Köln als V-Mann über sein Wissen berichtet. Was hat er über sich erzählt – und wie wirkte er auf dich? Über sich selbst hat Irfan P. an dem Prozesstag, an dem ich dort war, kaum etwas gesagt. Dafür umso mehr über einzelne Mitglieder der „Deutschen Taliban Mudschahidin“ im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet, die er einst bei seinen Berlinbesuchen getroffen hatte. Er berichtete auch, wie er in einer Gruppe in Berlin einmal Bilder von der Leiche eines Kämpfers im Internet angeschaut habe, der in Wasiristan getötet wurde. Die Islamisten hätten „sich gefreut, weil er es geschafft hat zum Märtyrer zu werden“. Irfan P ...Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK