Bundesrechnungshof: 30% Fehlerquote geprüfter Krankenhausleistungen

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50 Mrd. Euro zahlen die Krankenkassen der Gesetzlichen Krankenversicherung jährlich für Krankenhausleistungen. Der Bundesrechnungshof stellte fest, dass 30% der von den Krankenkassen geprüften (!) Abrechnungen fehlerhaft sind. Er geht davon aus, dass rund 875 Mio. Euro wegen fehlerhafter Abrechnungen zu Unrecht an die Krankenhäuser gezahlt wurden und zurückerstattet werden müssten. Dabei weise das Abrechnungssystem der Krankenhäuser mehrere Schwächen auf:

Schon einfache Zuordnungsfehler könnten somit erhebliche finanzielle Konsequenzen haben. Werde allein die Haupt- mit der Nebendiagnose vertauscht, könne die Rechnung beispielsweise um 40% steigen, wenn Atherosklerotische Herzkrankheit, Drei-Gefäßerkrankung als Neben- und Linksherzinsuffizienz mit Beschwerden bei stärkerer Belastung als Hauptdiagnose bestimmt werde. Die Rechnung würde allein deswegen um 40 % teurer als umgekehrt.

Die Komplexität des Abrechnungssystems offenbare sich auch dadurch, dass Krankenhäuser die Kodierungsprozesse simulieren, um ihr Abrechnungssystem zu optimieren ...

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