AG Mitte: Keine Haftung für Freundschaftseinladungen?

Auf shopbetreiber-blog wird unter Verweis auf die Berliner Kollegen Schwenke und Dramburg über eine Entscheidung des Amtsgerichts Mitte berichtet, das - so shopbetreiber-blog.de - die Haftung für Einladungsmails bei einem Hackingangriff ablehnt. In der Tat hat das Amtsgericht Mitte mit Beschluss vom 02.02.2011 zum Aktenzeichen 15 C 1001/11 einen Unterlassungsantrag im Eilverfahren, den die Kanzlei Richter Berlin für einen belästigten Empfänger einer der Einladungsmail gegen die von den Kollegen Schwenke und Dramburg vertretenen Betreiber des Portals mysportsbrands.de, die privatesportsale GmbH, und gegen deren Geschäftsführer, die Herren Erik Pfannmöller, Stefan Pfannmöller und Albert Schwarzmöller, gestellt hatte, zurückgewiesen.

Immer wieder gern lese ich Berichte über interessante Entscheidungen der Gerichte zu schwierigen Entscheidungen aus dem Bereich des Verbraucherschutzes, insbesondere aus dem Bereich des Werberechts. Gerade bei shopbetreiber-blog finde ich regelmäßig interessante Neuigkeiten hierzu. So kam mir denn der Artikel auch gleich bekannt vor. Als Vertreter der erstinstanzlich unterlegenen Antragstellerseite hätte es mich allerdings gefreut, wenn die Kollegen Schwenke und Dramburg den Autor Martin Rätze noch mit einigen zusätzlichen Details des Falles versorgt hätten bzw. wenn diese in die Veröffentlichung eingeflossen wären. So kann den nun das interessierte Publikum derzeit fröhlich darüber spekulieren, was denn genau hier unter einem Hack bzw. einem Hackerangriff zu verstehen sei. Sie werden überrascht sein: Ich frage mich bis heute, obwohl ich die Schriftsätze der Kollegen kenne. Nach meinem Verständnis gehört zumindest bei Verwendung des Wortes Hackerangriff doch zumindest auch die Überwindung irgendwie gearteter Sicherungsmechanismen ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK