Schwacke-Automietpreisspiegel bei Ersatz von Mietwagenkosten weiterhin relevant

Lediglich abstrakte Einwände des Fraunhofer-Instituts und die Vorlage von Internetangeboten, die einen anderen Zeitraum betreffen und zu einem späteren Zeitpunkt abgefragt worden sind, sind nicht geeignet, den Schwacke-Automietpreisspiegel als Schätzgrundlage in Frage zu stellen.
Das hat jetzt das Landgericht Freiburg bekräftigt. Wer nach einem Unfall die Kosten für einen Mietwagen verlangen kann, darf nicht einfach einen beliebigen Mietwagen wählen. Er muss wie ein "verständiger, wirtschaftlich denkender Mensch" handeln. In der Regel werden daher nur die Kosten für den "Normaltarif" erstattet - teurere Tarife, beispielsweise "Unfallersatztarife" bekommt der Geschädigte nur, wenn er beweisen kann, dass mit normalem Aufwand kein Mietwagen zum Normaltarif erhältlich war. Der bekannte Schwacke-Automietpreisspiegel wird von Gerichten als geeignete Schätzungsgrundlage für den sogenannten „Normaltarif“ akzeptiert. (Daneben kommen übrigens auch der Mietpreisspiegel des Fraunhofer-Instituts oder eine Schätzung nach dem arithmetischen Mittel beider Listen zur Anwendung und sind bereits vom Bundesgerichtshof als mögliche Berechnungsgrundlage abgenickt worden.) Um einen höheren Tarif fordern zu können, muss der Geschädigte schon genau aufzeigen, warum der "Normaltarif" nicht greift. Nach dem Urteil genügt es nicht, Angebote von Mietwagenfirmen vorzulegen, die sich auf einen anderen regionalen Bereich beziehen, eine feste Mietdauer aufweisen, wenn die Mietdauer für den Ersatz des Unfallwagens noch nicht feststeht, auf einen bestimmten Zeitpunkt bezogen (und damit ggf ...Zum vollständigen Artikel


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