Die Windräder und das benachbarte Jagdhaus

Der Eigentümer eines als Jagdhaus genehmigten, tatsächlich aber als Wochenend- oder Ferienhaus genutzten Gebäudes wird nicht durch Lärm unzumutbar beeinträchtigt, wenn der für eine im Außenbereich genehmigte Wohnnutzung einzuhaltende Immissionsrichtwert von 45 dB(A) nachts um 1 dB(A) überschritten wird.

In dem jetzt vom Verwaltungsgericht Koblenz entschiedenen Rechtsstreits ist der Kläger Eigentümer eines im Außenbereich von Beltheim stehenden Gebäudes, das bereits 1966 als Jagdhaus genehmigt worden ist. Im Januar 2000 erteilte der Rhein-Hunsrück-Kreis eine Baugenehmigung zur Sanierung des Gebäudes. Seitdem wird es als Wochenend- und Ferienhaus genutzt. 2007 beantragte die Beigeladene, ein Unternehmen der Windenergiebranche, die Errichtung von fünf Windenergieanlagen mit einer Nabenhöhe 138,3 m und einem Rotordurchmesser von 82 m auf Grundstücken in der Gemarkung Beltheim. Nach den vorgelegten schalltechnischen Immissionsprognosen ist beim Betrieb der Anlagen am Gebäude des Klägers ein Wert von 46 dB(A) zu erwarten. Gleichwohl genehmigte der Rhein-Hunsrück-Kreis das Vorhaben. Hiergegen legte der Kläger erfolglos Widerspruch ein mit dem Antrag, dem Unternehmen unter Abänderung des angefochtenen Genehmigungsbescheides aufzugeben, den Anlagenbetrieb so zu regeln, dass unzulässige Immissionen auf sein Grundstück vermieden würden. Daraufhin erhob der Kläger Klage, die jetzt vor dem Verwaltungsgericht Koblenz aber ebenfalls erfolglos blieb ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK