Motorschaden nach Generalüberholung: Werkstatt haftet nicht, aber der Hersteller

Wird ein Automotor von einer Werkstatt mit Originalteilen überholt und kommt es danach zu einem Motorschaden, so haftet für entstandene Schäden wie Austauschmotor, Nutzungsausfall und Gutachten nicht die Werkstatt. Aber der Hersteller des fehlerhaften Bauteils kann nach den Grundsätzen der Produkthaftung auf Schadensersatz in Anspruch genommen werden.

Sachverhalt

Der Kläger ließ seinen Automotor mit einer Laufleistung von mehr als 200.000 km von einer Werkstatt mit Originalteilen überholen. Knapp 30.000 km später kam es zu einem Motorschaden, weil ein bestimmtes vorher erneuertes Bauteil (eine Spannrolle) seinen Dienst versagte. Die Spannrolle war nach Auffassung des Klägers von Anfang an defekt, nach den Feststellungen des Gerichts jedoch war sie äußerlich unversehrt und ein Materialfehler nicht erkennbar. Der Kläger wollte seine Aufwendungen für neuen Motor und Gutachten sowie Nutzungsausfall von über 5.000 € von der Werkstatt wieder haben.

Aus der Entscheidung des Gerichts (Urteil des LG Coburg vom 03.07.2007 - 22 O 188/07; bestätigt durch OLG Bamberg am 20.11.2007, Az. 5 U 183/07)

Der Kläger hatte im Ergebnis Pech, denn er hatte sich den falschen Beklagten ausgesucht ...

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