Drogen, Streit, der Computer als Flucht und keine 9

Terror-Prozess gegen die GIMF in München

Am Nachmittag begannen im Münchner GIMF-Verfahren die Einlassungen zur Person. „Im Prinzip“ wollen sich alle acht Angeklagten einlassen. Acht? Acht! Dazu später noch mehr. Zunächst aber eine Zusammenfassung, was die ersten Angeklagten über ihren Werdegang berichteten:

Tarek H. fing an: Er sei als „uneheliches Kind“ seiner Eltern in Hamburg geboren worden, seine Eltern hätten sich schon kurz danach in seiner frühsten Kindheit getrennt und so sei er als Einzelkind bei der Mutter aufgewachsen. „An den Wochenenden habe ich öfters meinen Vater besucht“, erzählte er flüssig und relativ locker. 1993 bis 1997 habe er die Grundschule besucht und als einziger seines Jahrgangs im Stadtteil Hamm eine Gymnasialempfehlung bekommen. er habe das Abitur mit einem Notenschnitt von 1,7 bestanden und im Anschluss seine damalige „islamisch angeheiratete Frau kennengelernt“. Sie habe in Augsburg gewohnt, deshalb sei auch er dorthin gezogen. 2007 sei die gemeinsame Tochter geboren worden, 2009 habe sich das Paar getrennt. Die Eheschliessung sei „von vornherein eher zweckmäßiger Natur“ gewesen, formulierte er etwas umständlich. Um dann ganz offen und fast mit einem Lächeln hinzuzufügen: Die Eheschließung sei ja Voraussetzung für „zwischenmenschlichem Kontakte“ gewesen. Und „der Drang zur anderen Seite hat deshalb bei mir den Wunsch ausgelöst“. Das Verhältnis zu seiner „Ex-Frau“ (juristisch bestand keine Ehe) sei trotzdem immer noch sehr gut.

Wenige Monate später sei er dann seiner jetzigen Frau begegnet „mit der ich bis jetzt liiert bin“. Bis vor kurzer Zeit sei seine Zukunftsvorstellung noch nicht so zielgerichtet gewesen, berichtete Tarek H., aber ca. vor einem Jahr habe er sich fest dazu entschlossen, ein Studium zu beginnen. Nun studiere er seit Februar Anglistik und Deutsch in Salzburg. „Mit welchem Ziel?“, fragte ihn Bundesanwalt Michael Bruns ...

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