"Sonderpreis" an sofortige Zahlung bei Lieferung und Rechnungsstellung gekoppelt: unwirksam!

Ein Möbelhaus hat mir ihren Kunden Sonderpreise vereinbart - diese wurden aber abhängig gemacht von einer schnellen Zahlung. In den Verträgen über Lieferung und Montage einer Kücheneinrichtung wurde folgende Klausel verwendet:
"Der Sonderpreis ist nur gültig bei vollständiger Zahlung am Tage der Lieferung und Rechnungsstellung, bei späterer oder unvollständiger Zahlung ist der Sonderpreis ungültig"
Das stellt eine AGB (Allgemeine Geschäftsbedingung) dar und verstößt gegen § 309 Nr. 2b BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) und ist deswegen unwirksam, sagt nun das Landgericht Darmstadt. Denn: Geschuldet gewesen sei nicht nur die Lieferung, sondern auch die Montage. Das Möbelhaus hätte nach der Klausel jedoch nur liefern, nicht montieren müssen, und hätte dennoch sofort die volle Zahlung verlangen können. Es sei nicht einmal klar, ob vollständig und mängelfrei geliefert worden sein müsste. Auch das Wort "Rechnungsstellung" sei nicht konkret genug: "Nach dem von dem Kläger [dem Möbelhaus, AnmdRed] gewählten Wortlaut müssten die Beklagten [die Käufer, AnmdRed] die Rechnung in dem Moment begleichen, in dem sie als Dokument existent geworden ist, etwa durch das Ausdrucken am Computer ...Zum vollständigen Artikel

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