GIMF Deutschland vor Gericht

GIMF - Globale Islamische Medienfront

Morgen beginnt in München vor dem 6. Strafsenat des Oberlandesgerichts unter dem Vorsitzenden Richter Mafred Götzel der Prozess gegen acht Mitglieder der GIMF. Die „Globale Islamische Medienfront – Deutsche Sektion“ hat sich besonders ab 2007 einen Namen mit deutschsprachiger Jihad-Propaganda gemacht. Angeklagt sind 7 Männer und eine Frau aus Augsburg, Biberach (Riß), Bremen, Düsseldorf, Offenbach, Paderborn und Siegburg. Eifrigen Lesern dieses Blogs wird der ein oder andere Name bekannt vor kommen…

Die Anklage des Generalbundesanwalts umfasst 462 Seiten. Sie listet auf, wie die acht Angeklagten ihre virtuelle Propaganda betrieben und die Idee des „Heiligen Kriegs“ über das Internet verbreitet haben. Juristisch sollen die acht eine kriminelle Vereinigung gebildet und ausländische Terroristische Organisationen (darunter Al Qaida) unterstützt, bzw. für sie geworben haben. Dabei sollen sie sehr konspirativ vorgegangen sein – und sich teilweise nicht einmal persönlich, sondern nur im Internet getroffen haben.

Die Ermittlungen gegen die GIMF – Deutsche Sektion waren offenbar alles andere, als einfach. Schon seit 2007 ermittelt der Generalbundesanwalt gegen die ersten der acht Angeklagten. Doch erst 2010 war der Komplex reif für eine Anklage. Nun wird also in den kommenden Wochen (und Monaten?) in München verhandelt. Übrigens: Keiner der Angeklagten ist in Haft, alle reisen aus den verschiedenen Ecken der Republik mit ihren jeweils ein bis zwei Anwälten für je drei Sitzungstage in der Woche nach München.

Die Angeklagten sind:

Tarek Alexander H., 23 Jahre alt, geboren in Hamburg, Wohnsitz Augsburg, Deutscher. Er soll als Heranwachsender seit Oktober 2006 im deutschen GIMF-Forum angemeldet gewesen sein und Videos des Al Qaida Mediendienstes „As Sahab“ ins Deutsche übersetzt haben ...

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