Amtsgericht Würzburg; Musik an Karfreitag grundsätzlich verboten

In der stark katholisch geprägten – manche sagen auch erzkonservativen – Bischofsstadt hat gestern das Amtsgericht geklärt, was ein Wirt am Karfreitag darf und was nicht: Selbst „Hintergrundmusik“ in einer Gaststätte verstößt demnach gegen das strenge bayerische Feiertagsgesetz, das an so genannten „stillen Feiertagen“ wie Allerheiligen oder Karfreitag jegliche „musikalische Darbietung in Räumen mit Schankbetrieb“ untersagt.

Das Verbot gilt bereits in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag ab Mitternacht, wie Alexander Schmelz, seit 14 Jahren Wirt des „reurerbäck“ in der Sanderstraße, vor zwei Jahren erfahren musste: Am Karfreitag 2009 um 1.12 Uhr lief in seiner Kneipe Musik im Hintergrund. Und zwar so leise, „dass man sich dabei unterhalten konnte“, wie eine Polizistin vor Gericht im Zeugenstand erklärte. Trotzdem brachte sie die „musikalische Darbietung“ zur Anzeige, wie in derselben Nacht auch in zwei anderen Gaststätten in Würzburgs bekanntester Kneipenstraße, zur Anzeige.

Daraufhin flatterte Alexander Schmelz ein Bußgeldbescheid der Stadt Würzburg über 400 Euro ins Haus ...

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