Was heißt eigentlich „zuvor“ ? – BAG ändert Rechtsprechung zum Befristungsrecht

Die Befristung eines Arbeitsverhältnisses ist nach § 14 II 1 TzBfG ohne Sachgrund bis zur Dauer von zwei Jahren zulässig. Nicht zulässig ist eine sachgrundlose Befristung nach § 14 II 2 TzBfG, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein befristetes oder unbefristetes Arbeitsverhältnis bestanden hat. Bisher war für die Rechtsprechung klar, was das bedeutet: Nur einmal im Leben darf man bei dem selben Arbeitgeber ohne einen sachlichen Grund befristet beschäftigt werden. Danach bedarf es bei einer erneuten Einstellung eines sachlichen Grundes für die Befristung. Andernfalls ist die Befristungsabrede unwirksam und es wird ein unbefristetes Arbeitsverhältnis begründet.

Arbeitgeber haben den Sinn und Zweck dieser weitreichenden Regelung seit ihrem Bestehen noch nie wirklich verstanden. Probleme machte aber insbesondere die praktische Handhabung. Wer sollte schließlich erkennen, ob ein zur befristeten Einstellung vorgesehener Bewerber vor 30 Jahren zuvor als Aushilfe befristet beschäftigt wurde. Und wenn es tatsächlich so war, warum darf der Mensch heute nicht zwei Jahre befristet z.B ...

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