Hygieneskandal am Klinikum in Fulda – 2. Auflage

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Noch während der Bundestag heute über eine gesetzliche Änderung für ein Patientenschutzgesetz und die Optimierung von Patientenrechten debattierte, bietet ein weiterer Hygienevorfall ein einer Klinik in Hessen ein trauriges Beispiel zum Thema Patientenschutz und Hygiene- und Infektionsrisiken und der Frage, wie selbst nach vorherigen Vorfällen personell, strukturell und organisatorisch Risiken für Patienten im Klinikbetrieb kein ausreichendes Risikomanagement entgegengesetzt zu werden scheint.

Denn augenscheinlich nicht effizient ausgesiebt hat das Klinikum Fulda die nach dem kaum drei Monate zurückliegendem Hygieneskandal am Klinikum in Fulda zutage getretenen Mängel. Wie die FAZ berichtet, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche des Klinikums wegen Verstoßes gegen das Medizinproduktegesetz . Nach Angaben des Klinikums (Klinikum der Maximalversorgung und Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg sowie der Hochschule Fulda) wurden mindestens zwölf Patienten mit OP-Besteck operiert, das zuvor nicht sterilisiert worden war.

Nach den Berichten (siehe auch Meldungen der Klinik hierzu auf ihrer Website hier und dort) werde von Klinikvorstand Jeguschke betont, der neue Fall habe nichts mit dem vorigen Skandal zu tun. Die nun betroffenen 18 Siebe und auch Einzelinstrumente seien zwar gereinigt und desinfiziert worden. Das Material sei aber „am Sterilisator vorbei zurück in die jeweiligen Fachgebiete gegeben worden“. Außerdem sei noch nicht klar, wozu genau zwei der Siebe und fünf einzelne Instrumente aus der betroffenen Charge benutzt wurden.

Die Ermittlungen werden sich damit zu befassen haben, was im nunmehrigen Fall zum erneuten Versagen der gebotenen hygienischen „heiligsten Gesetze der Zunft“ (wie die Klinikleitung formuliert) geführt hat ...

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