Umweltingenieure – Berufliche Qualifikationen in Europa

Berufliche Tätigkeiten, die Regeln unterliegen, die von einer von einem Mitgliedstaat anerkannten privaten Organisation erlassen worden sind, sind als von diesem Mitgliedstaat nicht reglementierte Tätigkeiten anzusehen. Die Anerkennung der diese Tätigkeiten abdeckenden Qualifikationen in einem anderen Mitgliedstaat muss sich auf eine dauerhafte und regelmäßige Berufserfahrung von mindestens zwei Jahren stützen, die eine Gesamtheit von den Beruf kennzeichnenden Tätigkeiten abdeckt.

Die Richtlinie über die Anerkennung der Hochschuldiplome sieht zwei unterschiedliche Mechanismen der Anerkennung von Hochschuldiplomen vor, je nachdem, ob der Antragsteller ein Diplom besitzt, das von einem diesen Beruf reglementierenden Mitgliedstaat erteilt worden ist, oder ob er den Beruf vollzeitlich für mindestens zwei Jahre in einem Mitgliedstaat ausgeübt hat, der diesen Beruf nicht reglementiert.

Während der Beruf des Umweltingenieurs in Griechenland staatlich reglementiert ist, ist dies im Vereinigten Königreich nicht der Fall. Seine Ausübung ist dort in einem bestimmten Maße vom Engeneering Council (einer in der Richtlinie 89/48 ausdrücklich genannten privaten Organisation) reglementiert. Die Mitgliedschaft in dieser Organisation ist für die Ausübung des Ingenieurberufs nicht verpflichtend.

Frau Christina Toki, eine griechische Staatsangehörige, erwarb Ende der 90er Jahre im Vereinigten Königreich die Diplome „Bachelor of Engineering“ und „Master of Science“ in Umwelttechnik. Von 1999 bis 2002 arbeitete sie an der Universität Portsmouth in der Abteilung Bauingenieurwesen. Ihre Tätigkeiten umfassten die Forschungsarbeit, die Betreuung von Studierenden und die Bewertung der Wirksamkeit eines innovativen Verfahrens der Abfallbehandlung in Zusammenarbeit mit einem in der Abfallbehandlungstechnik spezialisierten privaten Unternehmen ...

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