Leasing-Fonds: Anleger werden vom Finanzamt zur Kasse gebeten

Michael Minderjahn Rechtsanwalt Eine böse Überraschung erleben zurzeit viele Fondsanleger. Erhebliche Steuernachforderungen bringen Leasingfonds in Schieflage, von denen sie dachten, sie seien der Finanzmarktkrise zum Trotz planmäßig und erfolgreich gelaufen. Jetzt müssen die Fonds Gewerbesteuer nachzahlen und fordern von den Anlegern die Rückzahlung von Vorabausschüttungen. Die Finanzämter verlangen von den Anlegern Steuernachzahlungen und Zinsen. Vermeintlich ertragreiche Fondskonzepte schreiben plötzlich rote Zahlen. Hintergrund ist, dass auch die bei der Veräußerung der Leasinggüter, also beispielsweise Flugzeugen erzielten Einnahmen besteuert werden. In zahlreichen Fondskonzepten aus den 90er Jahren wurde davon ausgegangen, dass dieser Gewinn für die Anleger weitgehend steuerfrei sei. Doch Fachleute kann diese Entwicklung nicht überraschen. Rechtsanwalt Michael Minderjahn, der in der Heidelberger Anlegerkanzlei Nittel | Kanzlei für Bank- und Kapitalmarkrecht zahlreiche Anleger verschiedener Leasingfonds betreut: �Dass immer dann, wenn der Verkauf des Investitionsgegenstandes ersichtlich notwendiger Bestandteil eines einheitlichen Fondskonzepts, bestehend aus Ankauf, Vermietung und Verkauf ist, der erzielte Veräußerungsgewinne im Einzelfall nicht begünstigt sein kann, war zumindest seit einer Entscheidung des Hamburger Finanzgerichts im Jahr 1996 bekannt.� Trotzdem haben zahlreiche Fondsinitiatoren den bei Auslaufen des Fonds und Veräußerung des Investitionsgegenstandes erzielten Veräußerungserlös als steuerfreien Aufgabegewinn angesehen und ihre Prospekte darauf abgestellt. Dementsprechend hoch war der prognostizierte Rückfluss an die Anleger, mit dem die Anlageberater geworben haben. Lange Zeit schien die Rechnung aufzugehen ...Zum vollständigen Artikel


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