Nachehelicher Unterhalt wegen ehebedingter Nachteile

Der Bundesgerichtshof (BGH)hatte sich mit einer Entscheidung des OLG Braunschweig zum nachehelichen Unterhalt wegen - vermeintlicher - ehebedingter Nachteile zu beschäftigen und dabei insbesondere auch zu prüfen, inwieweit der nacheheliche Unterhaltsanspruch zu begrenzen oder zu befristen sei. Unter Befristung ist die zeitliche Einschränkung des Unterhalts (Unterhalt ist zu zahlen bis zum...), unter Begrenzung die Einschränkung des Unterhalts der Höhe nach, zu verstehen. Beides kann isoliert, aber auch kombiniert ausgeurteilt werden, wenn die Voraussetzungen dafür vorliegen.

Soweit nicht Betreuungsunterhalt in Betracht kommt, ist Grundvoraussetzung für den nachehelichen Unterhaltsanspruch zunächst das Vorliegen von ehebedingten Nachteilen.

Der BGH definiert die ehebedingten Nachteile als Erwerbsnachteile, die durch die von den Ehegatten praktizierte Rollenverteilung während der Ehe entstanden sind. Dazu genüge es, wenn ein Ehegatte sich entschließe, seinen Arbeitsplatz aufzugeben, um die Haushaltsführung und Kinderbetreuung zu übernehmen.

Wie es sich des weiteren aus dem Wortlaut des Gesetzes ergebe, sei auf die tatsächliche Gestaltung von Kinderbetreuung und Haushaltsführung abzustellen ...

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