Der Taschenjurist und die Wiedereinsetzung

Ein Rechtsanwalt kann auf das Anschriftenverzeichniss eines juristischen Fachverlages vertrauen, u.U. auch, wenn es bereits zwei Jahre alt ist.

So gewährte der Bundesgerichtshof jetzt einem Rechtsanwalt Wiedereinsetzung, der wegen einer falsch übernommenen Adresse die Berufungsbegründungsfrist versäumt hatte: Die Kläger, ein Rechtsanwalt, hat glaubhaft gemacht, dass die Verwendung der falschen Anschrift nicht auf einem Verschulden seinerseits beruhte. Der Kläger hatte keine Veranlassung, die dem “NOMOS Taschenjuristen” entnommene Anschrift anhand weiterer Quellen zu überprüfen. Insbesondere hat sich nicht ausgewirkt, dass er die Ausgabe aus dem Jahr 2008 verwendete, weil die Ausgabe von 2010 unverändert die offenbar bereits seit längerem nicht mehr gültige Postfachanschrift enthält ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK