Wenn dem Netznutzer Geld fehlt: Wer zaudert, verliert!

Bundesweite Energielieferanten haben es gut in Deutschland. Mit einem dichten Netz an gesetzlichen und behördlichen Vorgaben und Verpflichtungen wird hierzulande sichergestellt, dass jedem bundesweit tätigen Energielieferanten die Strom- und Gasnetze zu den gleichen Bedingungen offen stehen. Die Folge ist, dass sich in Deutschland mittlerweile eine bunte Vielzahl von Energielieferanten tummelt: Vom auf Industriekunden spezialisierten Großlieferanten bis zum Discountanbieter für Privatkunden ist alles dabei.

Erst das Netz, dann das Geld

Die Netzbetreiber sind dabei verpflichtet, vorzuleisten: Sie stellen zunächst ihre Energienetze zur Verfügung, abgerechnet werden die dafür anfallenden Netznutzungsentgelte hinterher. Erfahrene Marktteilnehmer werden sich erinnern: Dies hat in der Vergangenheit schon zu Problemen geführt. Zu Beginn der Liberalisierung, insbesondere in den Jahren 1999 bis 2001 gab es eine Reihe von Insolvenzen bei Energielieferanten, die die Möglichkeiten des Energiemarkts überschätzt oder nur auf das schnelle Geld spekuliert haben. Namen wie „Stromvertrieb 2001“, „Deutsche Stromagentur“ und „Ares“ sind mittlerweile nur noch erfahrenen Branchenkennern ein Begriff. Dass nicht nur kleine Stromlieferanten insolvent werden können, hat der Fall „Enron“ deutlich gemacht, der sicherlich noch vielen in Erinnerung ist.

Diese Zeiten könnten wiederkommen. Nach einer ganzen Reihe stabiler und guter Jahre im Energiemarkt mehren sich mittlerweile die Anzeichen, dass einzelne Energielieferanten in Zahlungs-, Liquiditäts- oder sogar Insolvenzprobleme geraten könnten ...

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