Bürosatire ist kein Kündigungsgrund

Die künstlerische Ader ihrer Arbeitnehmer macht Arbeitgebern nicht immer Freude; so in einem vom Arbeitsgericht Herford (Urteil vom 18.2.2011, Az. 2 Ca 1394/10) entschiedenen Fall: Der klagende Arbeitnehmer war seit über 12 Jahren bei einem Küchenmöbelhersteller als Sachbearbeiter beschäftigt. In seiner Freizeit betätigte sich der Kläger als Schriftsteller. Im November 2010 kam das von ihm verfasste Buch „Wer die Hölle fürchtet, kennt das Büro nicht“ heraus. Dabei handelt es sich um eine Bürosatire, deren Lektüre den Arbeitgeber auf die Palme brachte und zur außerordentlichen Kündigung veranlasste. Das Arbeitsgericht Herford stellte nun die Unwirksamkeit dieser Kündigung fest. Eine hierfür notwendige Vertragspflichtverletzung sei nicht erkennbar. Insbesondere habe der Arbeitnehmer durch die Buchveröffentlichung keine Persönlichkeitsrechte verletzt – weder die der Kollegen noch die der Geschäftsleitung ...

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