Low Performer: Zuwenig “Knöllchen” geschrieben – Rauswurf

Wir hätten die folgende Geschichte ja in München eingeordnet (das ist der Ort im Süden, an dem neben Ihnen ein Ordnungshüter aus dem Boden wächst, wenn Sie in den Verdacht geraten, ordnungswidrig zu parken in einer Stadt, in der es mehr Parkverbote als Autos gibt).

Aber sie spielt in Kassel. Ein Hilfspolizist (dass es so etwas überhaupt gibt) hatte nach Meinung der Verwaltung – im Ernst – zu wenige Strafzettel geschrieben. Und das seit Jahren. Ein echter Low Performer! Angeblich gibt es seit zwei Jahrzehnten (!) Ärger mit dem Mann, der einfach zu nachsichtig ist (nach Meinung seines Anwalts aber eben die Gebiete erwischt, in denen einfach keiner falsch parkt). Dann bekam er die Kündigung: Wegen Minderleistung. Man hat sogar ein EDV-gestütztes Statistiktool verwendet, um ihm die Minderleistung im Vergleich mit den Kollegen nachzuweisen (die haben fleißig wie die Bienchen geschrieben).

Das Hessische LAG hat nun die Kündigung nun wohl endgültig für unwirksam erklärt. Erstaunlicherweise vor allem wegen formaler Fehler (Personalratsanhörung), also schien er wirklich als sehr, sehr nachsichtig rübergekommen zu sein.

So ist Arbeitsrecht eben:

“Leistungsbedingte” Kündigungen oder – darum geht es ja – die Kündigung so genannter Low Performer ist ein heißes Eisen im Kündigungsschutzrecht – weil es eine ganze Fortbildungsindustrie speist ...

Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK