Zur angeblichen Nichtzitierfähigkeit von den „Rolf Schmidt“-Büchern

In diversen Büchern oder Skripten zum Thema Hausarbeit, liest man immer noch (2011) den Hinweis, dass Bücher aus dem Verlag Rolf Schmidt nicht zitierfähig sind. Häufig werden die Bücher in einer Reihe mit reinen Skripten genannt. Auch einige Kommilitonen verbreiten diese Ansicht immer noch scheinbar unreflektiert. Sogar in Seminaren habe ich das bereits gehört.

Dass das erst mal grundsätzlich Quatsch ist, zeigt schon, dass „sogar“ der BGH aus dem Schmidt/Priebe BT II zitiert (BGH 4 StR 117/08):

Die Vorschrift sollte also gerade diejenigen Fälle erfassen, in denen es unklar bleibt, ob der Täter durch täuschungsähnliches oder manipulatives Verhalten Kontrollen umgeht. Der gesetzgeberische Wille ist nicht etwa deswegen unbeachtlich, weil sich die bei Schaffung des Gesetzes bestehenden Verhältnisse insoweit geändert haben, als heute, auch zu Gunsten einer kostengünstigeren Tarifgestaltung, auf Fahrscheinkontrollen weitgehend verzichtet wird (vgl. hierzu Rengier Strafrecht BT I 6. Aufl. § 16 Rdn. 6; Schmidt/Priebe Strafrecht BT II 4. Auflage Rdn. 512). Der Gesetzgeber hat die Bestimmung so weit gefasst, dass sie auch auf neue Fallgestaltungen angewendet werden kann (vgl. Senatsurteil vom 8. August 1974 – 4 StR 264/74).

Natürlich kann man auch aus den Büchern aus dem Rolf Schmidt Verlag zitieren. Insbesondere in Schmidt/Priebe BT I, II werden eigene Ansichten vertreten. Wenn ich also diese Ansicht gerne in meiner Hausarbeit aufgreifen will, dann zitiere ich Schmidt/Priebe.

Persönlich glaube ich ja, dass diese Ansicht mal irgendjemand in die Welt gesetzt hat und die sich seitdem von selbst verbreitet. Weil alle das sagen und das irgendwann mal in in einigen Anleitungen stand, wird das bis heute beibehalten., man findet ja eine Quelle ...

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