Mordmerkmal der Tötung mit gemeingefährlichen Mitteln

Strafrecht / Revision / Mord 3. Strafsenat des Bundesgerichtshofs, Az.: 3 StR 204/09

Der Angeklagte wurde vom LG wegen Mordes in Tateinheit mit Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, versuchten Mordes und gefährlicher Körperverletzung durch Unterlassen zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Dagegen wandte sich der Angeklagte mit dem Rechtsmittel der Revision.

Nach den Feststellungen des LG wollte der Angeklagte wegen des Endes der Beziehung zu seiner Lebensgefährtin aus dem Leben scheiden. Er öffnete deshalb die Gasleitung in seiner Wohnung in einem Mehrfamilienhaus. Nachdem der Gashahn ca. 10 bis 15 Minuten geöffnet war, kam seine ehemalige Lebensgefährtin vorbei, um ihre Sachen abzuholen. Der Angeklagte ließ sie herein und es geschehen, dass sie sich eine Zigarette anzündete. Dadurch entzündete sich das Luft-Gas-Gemisch in der Wohnung. Dies führte zu einer Explosion, die das ganze Haus zum Einsturz brachte. Ein Bewohner des Hauses wurde von Trümmern erschlagen. Der Angeklagte und seine ehemalige Lebensgefährtin erlitten schwere Verletzungen.

Der 3 ...

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