Anwalt: Landratsamt "will die Kulturlandschaft zerstören"

Die Beseitigungsanordnung war rechtens, eine Baugenehmigung kommt nicht in Frage: Das hat das Würzburger Verwaltungsgericht im Fall einer landwirtschaftlichen Gerätehalle entschieden, die vor einem Jahr bereits zu einer Diskussion im Hauptverwaltungsausschuss des Lohrer Stadtrats geführt hat.

Der Stadtrat hat im Prinzip nichts gegen die bisher ungenehmigte Halle, die schon vor über 15 Jahren ohne Genehmigung gebaut wurde. Anders das Landratsamt in Karlstadt. Die Behörde hat eine Beseitigungsanordnung erlassen, nachdem ein Baukontrolleur 2009 an der Gerätehalle auch noch einen neuen Anbau festgestellt hat. Bei der landwirtschaftlichen Tätigkeit des Antragstellers, der eine kleine Obstplantage betreibt und Christbäume züchtet, handele es sich nicht um einen privilegierten landwirtschafltichen betrieb, sondern allenfalls um „Liebhaberei und die Pflege eines Hobbys“, betonte Andrea Bannhagel vom Landratsamt vor Gericht. Ohne Privilegierung ist ein Bauvorhaben im Außenbereich nicht zulässig.

Für die Richterin war unter anderem „fraglich, ob eine 50 Quadratmeter große Halle zur Bearbeitung einer Obstplantage erforderlich ist“. Der Kläger hat auf rund 4 Hektar nach eigenen Worten knapp 50 Obstbäume stehen: „Ich habe sie noch nicht gezählt ...

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