13 Monate alt und Beratungsbedarf - Anlageberatung durch eine große deutsche Bank

Dr. Katja Lembach Rechtsanwältin Kaum hat ein Kleinkind etwas Geld auf dem Konto, ereilt in unserem Fall die Mutter ein Anruf der kontoführenden Bank. Mit freundlichen Worten wird man zu einem Beratungsgespräch eingeladen. Folgt man dieser Aufforderung, da man ansonsten von dem schlechten Gewissen geplagt wird, nicht alles für die Finanzen seines Kindes getan zu haben, erlebt man einen Kulturschock mittlerer Art und Güte. Da naturgemäß bei einem 13 Monate altem Kind der Anlagehorizont noch nicht bis in alle Einzelheiten ausgeleuchtet werden kann, wird nach kurzer Darstellung der Fakten durch die auf eine sichere Geldanlage bedachte Mutter, das Produkt hervorgezogen, mit dem man als Erziehungsberechtigte am wenigsten gerechnet hätte: Einen Bausparvertrag! Das Produkt hat, so die fleißige Bankberaterin, unbestritten Vorteile: Man kann die Laufzeit flexibel gestalten, die Ansparhöhe ist vom jeweiligen Anlageinteressenten zu bestimmen und sollte man das Darlehen nach Ablauf der Ansparphase nicht in Anspruch nehmen, erhält man sogar die Bearbeitungsgebühr zurück! Feine Sache! Für den Großteil der um das Wohl ihrer Kleinkinder besorgten Eltern würde nun der Griff zum angebotenen Kugelschreiber und die Unterschrift unter den flugs ausgedruckten Bausparvertrag folgen. Nicht so in diesem Fall, ist die Mutter doch promovierte Juristin und vertritt als Anwältin vor allem Bankkunden ...Zum vollständigen Artikel

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