Präsident des BFH Dr. h. c. Spindler tritt in den Ruhestand

Zum Ende März 2011 tritt der Präsident des Bundesfinanzhofs (BFH) Dr. h. c. Wolfgang Spindler mit dem Erreichen der Altersgrenze in den Ruhestand.

Wolfgang Spindler begann seine Laufbahn nach dem Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Freiburg und Bonn im Jahr 1975 in der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen. Im Jahr 1978 wurde er Richter am Finanzgericht Düsseldorf. Von 1979 bis 1982 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Bundesverfassungsgericht (BVerfG), danach wieder Richter am Finanzgericht Düsseldorf. Nach seiner Wahl durch den Bundesrichterwahlausschuss wurde Wolfgang Spindler im Juli 1991 zum Bundesrichter ernannt und vom Präsidium des obersten Gerichts in Steuer- und Zollsachen dem IX. Senat zugewiesen, der seinerzeit im Wesentlichen für Rechtsstreitigkeiten über die Besteuerung von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung sowie sonstige Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften zuständig war. Mit der Ernennung zum Vorsitzenden Richter und gleichzeitig zum Vizepräsidenten des Bundesfinanzhofs Ende Januar 2000 übernahm Wolfgang Spindler den Vorsitz in “seinem”, dem IX. Senat, den er auch als Präsident beibehalten hat.

Als Präsident des Gerichts hat sich Wolfgang Spindler besonders für die Verbesserung des Rechtsschutzes in Steuersachen durch eine deutliche Verkürzung der Verfahrenslaufzeiten und den Abbau älterer Verfahren im Bundesfinanzhof engagiert. In der Zeit seiner Präsidentschaft sank die Zahl der beim Bundesfinanzhof anhängigen Verfahren trotz annähernd gleicher Eingangszahlen von ca. 2.900 auf 2.300 Fälle. Die durchschnittliche Dauer aller erledigten Verfahren sank im selben Zeitraum von elf auf acht Monate. Ein wichtiges Anliegen war Wolfgang Spindler auch die Wahrung der verfassungsrechtlich bestimmten Kompetenz der Finanzrechtsprechung als verbindlicher Interpret der Steuergesetze und Kontrollinstanz gegenüber der Finanzverwaltung ...

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