Arbeitsrecht – Sind alkoholbedingte Kündigungen rechtmäßig?

Kündigungen, die vom Arbeitgeber wegen der Alkoholisierung des Arbeitnehmers erteilt werden, sind nicht selten. Die Frage ist, ob eine solche Kündigung Erfolg hat und rechtmäßig ist. Hierzu zwei Beispiele:

Ein außerordentlich feierfreudiger Mitarbeiter einer Firma, der allerdings kein Alkoholiker ist, kommt wiederholt alkoholisiert zur Arbeit. Als dies das erste Mal durch eine Beschimpfung eines anderen Mitarbeiters im Sommer 2009 auffiel, wurde er von seinem Arbeitgeber verwarnt. Wenige Monate später, beim wiederholten Verdacht der Alkoholisierung, wird im Einverständnis mit dem betroffenen Arbeitnehmer ein Alkoholtest durchgeführt, dessen Wert um 1,4 Promille liegt. Direkt darauf erfolgte eine wirksame Abmahnung. Anfang 2010 waren zum dritten Mal Anzeichen einer Alkoholisierung (Lallen, Schwanken, aggressives Verhalten) bei diesem Arbeitnehmer zu erkennen. Er verweigerte einen Alkoholtest. Daraufhin kündigte ihm der Arbeitgeber per ordentlicher Kündigung fristgerecht das Arbeitsverhältnis. Die Kündigung ist in diesem Fall rechtmäßig. Eine Kündigungsschutzklage hat keine Aussicht auf Erfolg, denn der Arbeitnehmer hat wiederholt gegen arbeitsvertragliche Pflichten verstoßen, indem er alkoholisiert am Arbeitsplatz erschien und damit seine Arbeitsfähigkeit massiv beeinträchtigte ...

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