Das übernommen Betriebsdarlehn

Für Schuldzinsen, die zu einem ohne rechtliche Verpflichtung übernommenen Darlehen gehören, ist kein Betriebsausgabenabzug möglich.

Bei den Einkünften aus Kapitalvermögen ist nach der Veräußerung einer im Privatvermögen gehaltenen wesentlichen Beteiligung kein Abzug von Schuldzinsen als nachträgliche Werbungskosten möglich.

Betriebsausgaben sind nach § 4 Abs. 4 EStG Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind. Eine solche Veranlassung ist dann gegeben, wenn die Aufwendungen objektiv mit dem Betrieb zusammenhängen und subjektiv dem Betrieb zu dienen bestimmt sind. Dementsprechend sind auch Schuldzinsen nur dann als Betriebsausgaben abzugsfähig, wenn sie in wirtschaftlichem Zusammenhang mit Einkünften aus Gewerbebetrieb stehen.

Ein solcher Zusammenhang der geltend gemachten und nicht anerkannten Schuldzinsen mit der Einzelfirma des Klägers sah das Finanzgericht Baden-Württemberg in dem hier entschiedenen Fall jedoch als nicht -auch nicht teilweise- gegeben an: Der Kläger hat damit keine betrieblichen Aufwendungen finanziert, sondern lediglich eine Verbindlichkeit der aufgelösten Firma X GmbH übernommen, ohne dazu rechtlich verpflichtet gewesen zu sein, da die Einzelfirma des Klägerin nicht Rechtsnachfolgerin der Firma X GmbH ist.

Die geltend gemachten Schuldzinsen sind auch nicht deshalb als Betriebsausgaben bei den gewerblichen Einkünften abzugsfähig, weil der Kläger ein Darlehen der Firma X GmbH übernommen hat, an der er und seine Ehefrau zu mehr als 25% beteiligt gewesen sind. Unerheblich ist, dass ein Veräußerungsgewinn bzw ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK