Falsche Anrede allein ist noch keine Diskriminierung

Dass man zwar versuchen kann, bei der Ablehnung einer Bewerbung eine Entschädigung vom potentiellen Arbeitgeber zu verlangen, dass dies aber nicht automatisch auch Erfolg hat, zeigt eine „druckfrische“ Entscheidung des Arbeitsgerichts Düsseldorf (ArbG Düsseldorf, Urteil v. 09.03.2011, 14 Ca 908/11).

Nachdem der Beklagte die Bewerbung der Klägerin, mit – aufgrund Ihres Namens erkennbaren – Migrationshintergrund, mit der Anrede „Sehr geehrter Herr…“ abgelehnt hatte, verlangte diese von ihm eine Entschädigung in Höhe von EUR 5.000,00. Da aufgrund ihres Bewerbungsfotos klar gewesen sei, dass sie weiblich ist, lasse die Anrede keinen anderen Schluss zu, dass der Beklagte ihre Bewerbung nicht einmal angeschaut und sie nur wegen ihrer Herkunft abgelehnt und folglich diskriminiert habe.

Das Gericht hat die Klage nun abgewiesen ...

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