BGH: Schuldner droht mit Selbstmord - Zwangsversteigerung muss einstweilen eingestellt werden.

Die Schuldner, ein Ehepaar, waren Eigentümer eines Einfamilienhaus, dessen Zwangsversteigerung wegen hoher Schulden anstand; sie wohnten auch darin. Sie trugen vor, der erzwungene Auszug werde sie in den Selbstmord treiben und boten dafür Sachverständigengutachten an. Das LG Essen meinte, die Gefahr einer Selbsttötung sein nicht konkret genug vorgetragen und lehnte die Einstellung der Zwangsversteigerung ab. Der BGH hob die Entscheidung auf. Das LG meinte, die vorgelegten Atteste würden kein psychisches Krankheitsbild ergeben, das zu einer zwanghaften Selbsttötung führe. Werde hier Selbstmord begangen, dann geschehe das aus freiem Willen. Wähle ein Schuldner jedoch angesichts seiner aussichtslosen wirtschaflichen und persönlichen Lage aus freiem Willen den Freitod, könne dies nicht zu einer Einstellung der Vollstreckung führen ...Zum vollständigen Artikel

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