Lüge als Indiz für die Täterschaft

Der vierte Senat des Bundegerichtshofs (BGH) hat zu der Frage Stellung genommen, inwieweit eine Lüge oder teilweise Schweigen den Angeklagten hinsichtlich des Tatvorwurfs belasten und wie der Tatrichter seine Wertung in den Urteilsbegründen darzulegen hat (BGH, Beschluss vom 16. 12. 2010 - 4 StR 508/10 (LG Bielefeld)).

Das Landgericht Bielefeld hat zum Nachteil des Angeklagten gewertet, „dass er „ohne ersichtlichen Grund die Unwahrheit gesagt" habe, als er behauptete, am Tatabend in seinem Zimmer gewesen zu sein, und er - nachdem ihm die Unrichtigkeit dieser Behauptung vorgehalten worden war - „jede weitere Aussage zur Sache abgelehnt" habe, was den Schluss zulasse, „dass der Angeklagten zuvor begangenes strafrechtlich relevantes Verhalten zu vertuschen versucht hat" ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK