Der übergangene Terminsverlegungsantrag

Wird ein Antrag auf Verlegung eines Termins zur mündlichen Verhandlung in verfahrensfehlerhafter Weise nicht behandelt oder abgelehnt, kann hiermit zwar grundsätzlich eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehörs und damit auch ein Verfahrensmangel im Sinne des § 124 Abs. 2 Nr. 5 VwGO verbunden sein.

Selbst wenn in der telefonischen Mitteilung des Klägers ein Verlegungsantrag zu sehen wäre, hätte für das Verwaltungsgericht keine Veranlassung bestanden, diesem Antrag zu entsprechen. Gemäß § 173 Satz 1 VwGO i.V.m. § 227 Abs. 1 Satz 1 ZPO kann ein Termin aus erheblichen Gründen aufgehoben oder verlegt werden. Eine kurzfristige überraschende Erkrankung eines anwaltlich nicht vertretenen Beteiligten oder eines Prozessbevollmächtigten stellt zwar regelmäßig einen erheblichen Grund für die Aufhebung oder Verlegung eines Verhandlungstermins dar. Der Verhinderungsgrund muss aber wenigstens plausibel und nachvollziehbar dargelegt sein, wobei eine Glaubhaftmachung gemäß § 227 Abs. 2 VwGO erst auf Verlangen des Vorsitzenden erforderlich ist ...

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