Equal Pay in der Leiharbeit – kurz, hart, verletzend

Seit das BAG die Tarifverträge der CGZP gekippt hat, zittert die Leiharbeitsbranche. Denn der (vermeintlich) um ein paar Cent schlechtere (wahlweise: böse, faschistoide, schmutzige, kapitalistische, arbeitgeberhörige) CGZP-Tarif wird nicht durch den vermeintlich ein paar Cent höheren (wahlweise: guten, lieben, sauberen, arbeitnehmerfreundlichen, fairen) Tarif von ver.di ersetzt. Nein, “Equal Pay” (§ 10 Abs. 4 AÜG) heißt das Gespenst: Es gilt rückwirkend der Lohn, der im Entleiherbetrieb vergleichbaren Arbeitnehmern bezahlt wurde. Rückwirkend? Jawohl: Verjährung bei Arbeitslöhnen 3 Jahre, für die Sozialversicherungsbeiträge sogar 4 Jahre. Ergebnis: Pleite.

Der Wahnsinn einer in Teilen krank gewordenen Arbeitswelt: Der Sturm auf eine gewerkschaftliche Konkurrenz, die einen kaum niedrigeren Tarif ausgehandelt hatte, treibt Unternehmen in die Pleite.

Nun, der “Equal Pay” wird oft ein Tariflohn sein. Tarifverträge enthalten oft Ausschlussfristen ...

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