Gewinnspielmafia: Leserbrief eines kosovarischen Callcenteragenten

Einblicke in die Welt derjenigen Callcenteragenten, die andere Leute über den Tisch ziehen, sind selten. Dies dürfte nicht nur daran liegen, dass diese etwa die deutsche Justiz fürchten, sondern auch vielmehr daran, dass unter den Betreibern - sagen wir - ungewöhnliche Methoden der Streitschlichtung üblich sein dürften. Jedenfalls kursiert derzeit in Internetforen aus und um das Kosovo ein Leserbrief einer Person, die angibt, Agent in einem Callcenter in der Nähe von Prishtina zu sein und detailliert über die Methoden berichtet, mit denen für Gewinnspieldienste nach Deutschland hinein telefoniert wird.

In dem angeblichen Leserbrief, der von der Readaktion eines Internetblogs unter Hinweis auf die unsichere Quellenlage einschließlich Rechtschreibfehler wiedergegeben wurde, wird eine den Experten des Antispam e. V. wohlbekannte deutsch-schweizerische Person mit ellenlangem Abzockregister beschuldigt, die Callcenteragenten zu systematischem Betrug im Zusammenhang mit Gewinnspieldiensten anzuhalten. Der Mann lässt sich derweil im Kosovo als Investor feiern.

Um die Nennung von Klarnamen bereinigt lautet die Veröffentlichung in Auszügen wie folgt:

"E(...)s Call Center in Prishtina Geschrieben von E. S. Prishtina Montag, 21. März 2011 Ein großes Call Center betreibt Herr Faustus E(...) aus Deutschland in Prishtina. Es gibt Gerüchte wonach dieses Call Center der größte ausländische Investor in Prishtina sei. In der Tat, in dem Call Center arbeiten mehrere hundert Personen, Jugendliche mit Deutschkenntnissen sowie viele Germanistik Studenten. Die Firma scheint ein reines Betrugsunternehmen zu sein. Der Standort Prishtina- Kosovo dürfte nicht per Zufall entstanden sein. Ein Jugendlicher aus Prishtina schickte uns einige Zeilen über dieses Unternehmen. Wir drucken den Brief unverändert ab. Dokumentation Als aller erstens will ich mich für meine Rechtschreibfehler entschuldigen Herr B(...). Das Call Center in Kosovo befindet sich in V( ...
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