Menschenraub, § 234 StGB

Der Bundesgerichtshof hat zu der Frage Stellung genommen, unter welchen Voraussetzungen der Tatrichter die Verabredung zu einem Menschenraub bestrafen kann.

„Der Angeklagte C beschloss, seine Ehefrau als Strafe dafür zu töten, dass sie sich von ihm getrennt hatte und mit einem anderen Mann zusammenlebte. Mit einem Elektroschockgerät bzw. einem Pfefferspray wollte er sie wehrlos und bewegungsunfähig machen, um sie dann entweder mit einem Messer zu töten, oder zunächst mit Kabelbindern und Klebeband zu fixieren. Den Leichnam oder den bewegungsunfähigen Körper wollte er in einer Folie verpackt in den Rhein werfen. Falls er dies nicht fertig brächte, wollte er sie an einen unbekannten Ort bringen und sie unter Ausnutzung ihrer Hilflosigkeit gefügig machen. Es gelang ihm, dass sich der frühere Mitangeklagte Ca diesen Plan zu Eigen machte und beide verabredeten sich, die Tötung oder gewaltsame Entführung zu begehen. Die Ehefrau wurde von ihren Kindern vorgewarnt und alarmierte die Polizei. Als diese eintraf, befanden sich der Angeklagte und Ca, u.a. mit Springmesser, Elektroschockgerät und Pfefferspray bewaffnet, unmittelbar vor der Tür des Hauses, in dem die Ehefrau wohnte" (BGH, Beschluss vom 27. 4. 2010 - 1 StR 153/10 (LG Mannheim)) ...

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