Geschäftsführer und Prokurist – was unterscheidet sie?

Geschäftsführer und Prokurist – beide vertreten sie das Unternehmen nach außen. Was ist aber eigentlich der Unterschied zwischen diesen beiden Vertretern eines Unternehmens? Welche Handlungsmöglichkeiten fehlen dem Prokuristen, die der Geschäftsführer hat? Trägt der Geschäftsführer dafür ein höheres Risiko, z. B. in bestimmten Fällen persönlich zu haften? Inwieweit unterscheidet sich der GmbH-Geschäftsführer vom Prokuristen hinsichtlich der jeweiligen Handlungsmöglichkeiten, aber auch bezüglich der Haftungsfrage? Handelt es sich bei Letzteren gar um eine „haftungsfreien Geschäftsführer“?

Der Geschäftsführer ist gemäß §§ 6 Abs. 1, 35 Abs. 1 GmbHG das zur Geschäftsführung und zur Vertretung der Gesellschaft berufene Organ. Er ist sozusagen der „Kopf“ des Unternehmens. Dagegen ist der Prokurist – auch wenn er sehr weitreichende Befugnisse hat – nicht das Organ der Gesellschaft, sondern immer nur Arbeitnehmer; also am ehesten die „rechte Hand“ im Unternehmen (dadurch aber bitte nicht irreführen lassen, natürlich muss nicht jedes Unternehmen einen Prokuristen haben).

1) Geschäftsführung

Der Geschäftsführer ist berechtigt, die Gesellschaft zu verwalten und gegenüber Mitarbeitern zu handeln (also vertritt der Geschäftsführer die Gesellschaft auch gegenüber dem Prokuristen. Umgekehrt geht das dagegen nicht).

Es ist die Gesellschafterversammlung der GmbH, die dem Geschäftsführer diese Aufgaben im Innenverhältnis zuweist. Sie kann ihm im Innenverhältnis auch Grenzen setzen; d.h ...

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