Anspruch auf alkoholfreien Arbeitsplatz?

Die Weigerung eines Arbeitnehmers, aus religiösen Gründen eine Arbeitsaufgabe zu erfüllen, zu der er sich vertraglich verpflichtet hat, kann eine Kündigung durch den Arbeitgeber rechtfertigen. Hieran ändert grundsätzlich auch die Glaubensfreiheit des Arbeitsnehmers nichts.

Im konkreten Fall (LAG Schleswig-Holstein – 5 Sa 270/08; BAG v. 24.02.2011 – 2 AZR 636/09) hatte sich der als „Ladenhilfe“ beschäftigte Kläger – ein gläubiger Moslem – geweigert, in der Getränkeabteilung zu arbeiten. Zur Begründung berief er sich auf seinen Glauben, der im jegliche Mitwirkung bei der Verbreitung von Alkoholika verbiete.

Der beklagte Arbeitgeber kündigte daraufhin das Arbeitsverhältnis außerordentlich fristlos und vorsorglich ordentlich. Das Arbeitsgericht wies die Klage ab; das LAG erklärte die außerordentliche Kündigung für unwirksam, die ordentliche Kündigung hingegen für wirksam ...

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