Roter Thunfisch – der Schutz vor dem AussterbenC

Die Verordnung, mit der Ringwadenfischern ab Mitte Juni 2008 der Fang von Rotem Thunfisch verboten wurde, ist nach einem Urteil des Gerichtshof der Europäischen Union teilweise ungültig. Die Verordnung verstößt gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, soweit das Verbot für die spanischen Ringwadenfischer am 23. Juni 2008, für die maltesischen, die griechischen, die französischen, die italienischen und die zyprischen Ringwadenfischer aber am 16. Juni 2008 wirksam wurde.

Der Rote Thun (Thunnus thynnus) – auch Großer Thun, Nordatlantischer Thun oder Blauflossen-Thunfisch genannt – lebt im Atlantik, nördlich des Äquators, im Mittelmeer, in der Karibik und im Golf von Mexiko. Er wird für gewöhnlich drei Meter lang und erreicht mit einem Alter von 15 Jahren ein Gewicht von 300 kg. Der Rote Thunfisch ist aber auch ein beliebter Speisefisch und so massiv überfischt, dass auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten der IUCN steht. Nach neueren wissenschaftlichen Studien gibt es heute im Mittelmeer und im Ostatlantik nur noch etwa 6% der ursprünglich vorhandenen Bestände.

Im Ostatlantik und im Mittelmeer ist der Fang von Rotem Thunfisch mit Ringwadenfängern normalerweise in der Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni erlaubt. Nach der Grundverordnung über die Gemeinsame Fischereipolitik kann die Europäische Kommission jedoch Sofortmaßnahmen zur Erhaltung von Fischbeständen erlassen.

In diesem Sinne erließ die Kommission am 12. Juni 2008 – zu Beginn der Laichsaison – eine Verordnung, mit der die Fischerei auf den Roten Thunfisch im Ostatlantik und im Mittelmeer durch Ringwadenfischer, die die Flagge Griechenlands, Frankreichs, Italiens, Zyperns oder Maltas führen, ab 16. Juni 2008 und durch Ringwadenfischer, die die Flagge Spaniens führen, ab 23. Juni 2008 verboten wurde ...

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