Fristlose Kündigung bei Selbstbeurlaubung?

Ein häufiger Streitpunkt zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ist die Gewährung von Urlaub. So gibt es immer wieder Fälle, in denen die Urlaubsanträge der Arbeitnehmer vom Arbeitgeber betriebsbedingt nicht genehmigt werden, der Urlaub dann aber trotzdem vom Arbeitnehmer – wie geplant und ohne einen weiteren Hinweis an den Arbeitgeber – angetreten wird. In solchen Fällen folgt meist eine Abmahnung und darauf die fristlose Kündigung. Will der Arbeitnehmer vor dem Hintergrund dieses Sachverhalts eine Kündigungsschutzklage erheben, wird diese Klage kaum Aussicht auf Erfolg haben. Eine Selbstbeurlaubung ist in der Regel nicht zulässig. Aus § 7 Bundesurlaubsgesetz ergibt sich, dass die Gewährung des Urlaubs durch den Arbeitgeber erfolgt. Ein Recht des Arbeitnehmers, sich selbst zu beurlauben, existiert nicht. Der Arbeitnehmer verletzt im Fall der Selbstbeurlaubung seine Arbeitspflicht bzw. es liegt eine Arbeitsverweigerung vor. Dies wiederum stellt einen wichtigen Grund für eine fristlose Kündigung dar. Wurde hingegen der Urlaub ohne ausreichenden Grund seitens des Arbeitgebers verwehrt, hat der Arbeitnehmer die Möglichkeit hiergegen zu klagen oder ggf. eine einstweilige Verfügung zu erwirken ...

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