Wenn Bilder lügen: Gegendarstellungsanspruch?

Fotos zeigen nicht immer das, was in Wirklichkeit passiert ist. Ein paar Klicks in Photoshop, schon hat das Model keine Pickel mehr, ist braunes Wasser blau, steht ein getrenntes (bzw. getrennt aufgenommenes) Ehepaar gemeinsam vor einem grünen Blätterwald. Das Landgericht Offenburg sagt dazu, dass "sich auch gegenüber fotographischen Abbildungen die Einstellung durchgesetzt hat, dass nicht alles ist wie es scheint." Und dass man eine Gegendarstellung in einem Magazin nur durchsetzen kann, wenn man sich dagegen wehrt, was das Bild inhaltlich ausdrücken soll - nicht, wenn es nur darum geht, dass das Bild eine Fotomontage und nicht echt ist. Was war geschehen? In der Zeitschrift "neuewoche" war ein Bild eines Prominenten erschienen auf dem er zusammen mit seiner Ehefrau vor grünen Blättern zu sehen war. Ein solches Bild war aber nie angefertigt worden. Es handelte sich dabei um eine Fotomontage. Der Prominente wollte nun, dass das Magazin eine Gegendarstellung abdrucke mit dem Inhalt, dass das Foto eine Fotomontage darstellt. Genauer gesagt sollte das Magazin entweder die Formulierung
"Das Foto ist eine ohne mein Einverständnis hergestellte Fotomontage. Ein Einzelfoto von mir und ein Einzelfoto von meiner Frau wurden auf einen Hintergrund mit grünen Blättern gesetzt."
oder die Formulierung
"Das Foto ist eine ohne mein Einverständnis hergestellte Fotomontage."
abdrucken. Das Gericht verwehrte ihm diese Bitte ...Zum vollständigen Artikel

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