Der Lärm einer Sportanlage

Auch der von einer Sportanlage ausgehende Lärm muss die immissionsschutzrechtlichen Grenzwerte einhalten. Ist dies gewährleistet, verletzen der dann noch von der Sportanlage ausgehende Lärm die Anwohner nicht in ihren Nachbarrechten.

Mit dieser Begründung entschied nun das Verwaltungsgerichts Koblenz, dass eine Nutzung der Schul- und Vereinssportanlage am Paul-Schneider-Gymnasium in Meisenheim, die die Vorgaben der Baugenehmigung einhält, die Anwohner nicht in ihren Nachbarrechten verletzt. Das Gebot der Rücksichtnahme wird durch die vorgesehene und genehmigte Nutzung insbesondere mit Blick auf Lärmbeeinträchtigungen ausreichend beachtet.

Der Verbandsgemeinde Meisenheim wurde durch den beklagten Landkreis Bad Kreuznach im März 2007 eine Baugenehmigung für den Neubau der Schulsportanlage sowie Nebenanlagen erteilt. Als Nebenbestimmungen wurden Nutzungseinschränkungen in die Genehmigung aufgenommen, die sich aus einem vorangegangenen Schallschutzgutachten ergaben. Die Kläger, die in unmittelbarer Nähe zu dem Sportgelände wohnen, wendeten sich bereits 2007 gegen die erteilte Baugenehmigung. Ein in diesem Zusammenhang eingeleitetes Klageverfahren wurde Ende 2007 zunächst ausgesetzt, weil sich die Beteiligten außergerichtlich einigen wollten. Im Folgenden wurde die Nutzung durch zwei Änderungsbescheide weiter eingeschränkt, um insbesondere den Nutzungsumfang durch den Vereinssport zu reglementieren. Des Weiteren wurde 2008 ein gerichtliches Lärmgutachten eingeholt. Die Kläger hielten trotz der erfolgten Beschränkungen weiterhin an ihrem Begehren fest. Zur Begründung trugen sie vor, der Neubau der Sportanlage sei gebietsunverträglich und verletze das Gebot der Rücksichtnahme, weil die von der Sportanlage ausgehenden Immissionen die Grenzwerte überschritten ...

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