Datenschutzbeschwerden steigen in Bayern um 80%

Sowohl in Unternehmen als auch in der Bevölkerung ist beim Thema Datenschutz eine immer stärker werdende Sensibilisierung zu beobachten. Dies ergibt sich aus dem am Montag veröffentlichten Tätigkeitsbericht des Bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht 2009/2010.

Datenschutzvorfälle um 80% gestiegen

Aus dem Bericht geht hervor, dass sich in Bayern im Jahr 2010 im Vergleich zu 2006 die Anzahl von Vorfällen (Eingaben, Anfragen, Beschwerden) um knapp 80 Prozent erhöht hat. Waren es im Jahr 2006 noch 1805 Eingaben, Anfragen bzw. Beschwerden, so stiegen diese in den folgenden Jahren sukzessive an: im Jahr 2007 auf 2023, im Jahr 2008 auf 2410, im Jahr 2009 auf 3129 und schließlich im Jahr 2010 auf 3256. Der lesenswerte Tätigkeitsbericht listet auch eine Reihe von Vorfällen auf und nimmt eine datenschutzrechtliche Bewertung vor. Hier eine Auswahl:

So hat ein Unternehmen die Krankheitstage seiner Beschäftigten personenbezogen im Intranet angezeigt (Ziffer 12.4 des Tätigkeitsberichtes). Ein weiteres Unternehmen hat im Rahmen eines Auswahlverfahrens für eine Stellenbesetzung seine E-Mail-Absage an einen Bewerber sowie in „cc“ (zur Kenntnisnahme) an andere Bewerbern versendet (vgl. Ziffer 12.3 des Tätigkeitsberichtes). Ein Gaststättenbetreiber wiederum überwachte unzulässiger Weise sein Küchenpersonal mit einer Videokamera (vgl. Ziffer 16.1 des Tätigkeitsberichtes) ...Zum vollständigen Artikel

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