Pechsträhne endete vor Gericht: Vertrag zur Abwendung von Flüchen und negativer Energie ist ungültig

Das hätte Harry Potter sicherlich gerne mal gehabt: Einen Verbündeten, um vertraglich die Abwendung von Flüchen zu vereinbaren. Und wenn´s schiefgegangen wäre, hätte er auch das Geld zurückverlangen können. So jedenfalls das Amtsgericht Mannheim. Die verhalf einem Pechvogel jetzt zur Beendigung seiner Pechsträhne:
"Die Klägerin befand sich zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Beklagten nach unstreitigem eigenen Vortrag „aufgrund einer anhaltenden Pechsträhne“ in einer Lebenskrise, in der sie aufgrund der Internetseite des Beklagten den Beklagten kontaktierte, der damit warb, „durch seine medialen Kräfte und mit Hilfe der göttlichen Liebe“ den Kunden von „negativer Energie“, „Fluch“, „telepathischen Angriffen“, „magischen und okkulten Einflüssen (Magie - Schwarzer Magie - Vodoo)“ zu befreien."
Der Bundesgerichtshof hatte zwar in seinem Urteil vom 13.01.2011, Aktenzeichen: III ZR 87/10, noch anklingen lassen, dass Vertragsparteien im Rahmen ihrer Vertragsfreiheit und in Anerkennung ihrer Selbstverantwortung wirksam vereinbaren könnten, "dass eine Partei sich - gegen Entgelt - dazu verpflichtet, Leistungen zu erbringen, deren Grundlagen und Wirkungen (...) nicht erweislich sind" ...Zum vollständigen Artikel


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