2. Examensklausur im Zivilrecht – 1. Staatsexamen Juli 2010 – Saarbrücken

Der B beauftragte im Januar 2009 den Unternehmer U mündlich, das marode Dach seines Einfamilienhauses neu abzudichten und zu isolieren. Mit Beginn der Bauarbeiten Mitte Juni 2009 erhielt der U eine Anzahlung von 2000 € für Materialkosten und sollte nach Abschluss der Arbeiten weitere 3500 € erhalten. Eine förmliche Rechnung erstellt der U. für die von ihm ausgeführten Arbeiten vereinbarungsgemäß nicht.

In dem unmittelbar auf die Isolierungsarbeiten folgenden Herbstmonate zeigten sich jedoch Wasser – und Witterungsschäden indem direkt unter dem Dach des Hauses gelegenen Dachboden. Mehrere Nachbesserungsversuche des U blieben erfolglos.

Der B verlangt nunmehr Ersatz von Selbstvornahmekosten in Höhe von 4200 € sowie einen Vorschuss auf weitere Mängelbeseitigungskosten in Höhe von 2000 €, also insgesamt 6200 € von U.

Dieser verweigert eine solche Zahlung und erhebt seinerseits Anspruch auf die vereinbarte und noch ausstehende Restzahlung von 3500 € ...

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