SWIFT-Abkommen: Zweifel an der Funktion Europols

Am 1.März hat die Gemeinsame Kontrollinstanz, das Aufsichtsgremium von Europol, den öffentlichen Teil ihres Kontrollberichts zur Umsetzung des SWIFT-Abkommens veröffentlicht. Herausgekommen ist dabei, dass Europol Anfragen der US-Behörden zur Übermittlung von Daten sehr großzügig absegnet.

Nicht nur der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar kritisiert dies heftig.

EU-Zahlungsdaten in die USA übermittelt

Der Europol Joint Supervisory Body (JSB) beaufsichtigt Europol im Hinblick darauf, dass die Rechte der Betroffenen nicht dadurch verletzt werden, dass Daten dieser Betroffenen unzulässig gespeichert, verarbeitet und verwendet werden. Der Kontrollbericht des JSB belegt, dass entgegen den im Abkommen vorgesehenen Beschränkungen EU-Zahlungsdaten auf der Grundlage sehr allgemein gehaltener US-Ersuchen in die USA übermittelt wurden.

„Bereits der rudimentäre öffentliche Teil des Kontrollberichts bestätigt meine Befürchtungen. Es bestehen massive Defizite. Die politisch Verantwortlichen auf europäischer und nationaler Ebene müssen umgehend dafür sorgen, dass die festgestellten Mängel beseitigt werden,“

so der Bundesbeauftragte für den Datenschutz Peter Schaar in einer Mitteilung.

Zudem sind große Teile des Berichts, die geheime Feststellungen von Europol enthalten, für die Öffentlichkeit und das Europäische Parlament nicht einsehbar. Auch dies bewertet Schaar als sehr kritisch ...

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