Altersdiskriminierung, Einstellung, Entschädigung

Es gibt einige Verhaltensweisen des Arbeitgebers im Bewerbungsverfahren, die nach hinten losgehen können: Die Vermutung für eine Diskriminierung nach dem AGG ist schnell begründet.

Gerade bei der Stellenausschreibung können aus kleinsten Fehlern weitreichende Konsequenzen und Entschädigungsansprüche erwachsen (wir berichteten). Doch selbst wenn der Arbeitgeber diese erste Hürde mühelos und fehlerfrei meistert, ist er der AGG-Falle noch nicht entkommen. Sowohl im Bewerbungsgespräch als auch im Absageverfahren ist äußerste Sorgfalt geboten.

Ist eine Indizwirkung für einen Verstoß gegen das AGG nämlich einmal begründet, kann sich der Arbeitgeber der Verpflichtung zur Zahlung von Entschädigung in der Praxis kaum mehr entziehen. Selbst wenn der Arbeitgeber sein Verhalten „bereut“ und er den zuvor diskriminierten Bewerber letztlich doch einstellt, lässt dieses Verhalten den Entschädigungsanspruch – so nun das BAG – nicht entfallen.

Der klagenden Arbeitnehmerin war durch einen Mitarbeiter der Beklagten und potentiellen Arbeitgerberin mitgeteilt worden, dass sie für die ausgeschriebene Stelle aufgrund ihres Alters nicht in Betracht komme, worauf sie sich schriftlich bei der Beklagten beschwerte. Obwohl die Beklagte die Arbeitnehmerin daraufhin auf der ursprünglich ausgeschriebenen Position einstellte, klagte sie auf Zahlung einer Entschädigung wegen Altersdiskriminierung ...

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